Leistungsfähiges Grünland braucht intensive Pflege. Im Frühjahr wird durch Schleppen, Striegeln und Nachsaat der Grundstock für gute Erträge über das Jahr gelegt. Die Dalbo Greenline 630 ebnet Maulwurfshügel ein, lüftet verfilzte Grasnarben und schafft so Raum für die Nachsaat wertvoller Gräser. Die Maschine mit hydraulisch klappbaren Seitenelementen und hydraulischer Gewichtsverteilung wird z.B. über den MR Mittelholstein vermietet. Anstelle der Glattwalze wird die Kombination auch mit einer Cambride-Walze ausgestattet, die dann auch auf dem Acker einsetzbar ist.
Gleichmäßiger Bodendruck über die Arbeitsbreite
Die vollhydraulische Kombination setzt neue Maßstäbe bei der Grünlandpflege in puncto Schlagkraft, Bedienkomfort und Gleichmäßigkeit des Arbeitsergebnisses über die Arbeitsbreite. Die Seitenteile sind hydraulisch vorgespannt, passen sich jedoch individuell an Bodenunebenheiten an. Zusammen mit der hydraulischen Gewichtsverteilung auf die Seitenelemente kann sogar bei Arbeitsbreiten von 6,30 m und 8,70 m ein gleichmßiger Bodendruck über die Arbeitsbreite erzielt werden. Die mit Wasser befüllbaren Stahlzylinderwalzen mit 71 cm Durchmesser sind mit runden Kanten gebaut. Die eng hintereinander montierten Walzen-Segmente gewährleisten auch bei engen Kurvenfahrten eine maximale Nabenschonung.
Der Boden sollte trocken sein
„Die hydraulisch verstellbaren Striegel reißen die Grasnarbe vergleichsweise stark auf“, so MR Geschäftsführer Thomas Harbeck. „Aber bereits nach wenigen Tagen beginnt sich der Bestand durch Bestockung der Altgräser und auflaufende Nachsaat wieder zu schließen.“ Bei feuchten Bodenverhältnissen komme die Maschine an ihre Grenzen, schränkt der Geschäftsführer des MR Mittelholstein ein. „Das Bodenmaterial z.B. von Maulwurfshaufen bleibt an der Glattwalze kleben und sammelt so die Grassaat dort wieder ein, wo sie eigentlich hin soll.“ Bei feuchtem Boden empfiehlt der Maschinenring die bewährte Alternative: einen Saatstriegel ohne Walze. Das Walzen wird dann bei abgetrocknetem Boden in einem zweiten Arbeitsgang durchgeführt.
Gemeine Rispe wächst wieder an
Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass die Kombination von Striegel und Walze in einem Arbeitsgang auch Nachteile hat. Beispielsweise soll die Gemeine Rispe nicht ausreichend bekämpft werden. Mit dem Striegel werde die Rispe zwar effizient herausgerissen, aber anschließend gleich wieder mit der Walze angedrückt.
Fazit: Insgesamt stehen den arbeitswirtschaftlichen Vorteilen der Grünlandkombination also Nachteile beim Arbeitsergebnis besonders bei feuchtem Boden und hohem Anteil Gemeiner Rispe gegenüber. Trotzdem eine moderne Alternative besonders für große Grünlandbetriebe oder den überbetrieblichen Einsatz.


